St.Gallus - Warmbach

In Zusammenhang mit der Schenkung des Ritters Cauzpert an das Kloster St. Gallen wurde im 8. Jahrhundert die erste Kirche in Warmbach erbaut, die ihre urkundliche Erwähnung im Jahre 1270 fand.
 
Das Anwachsen der Gemeinde machte eine neue Kirche erforderlich, die in den Jahren zwischen 1840 und 1850 im klassischen Stil erstellt wurde. Die St. Gallus-Kirche erfuhr in den Folgejahren erneut bauliche Veränderungen und erhielt ihren jetzigen Grundriss im Jahre 1930.
 
 
Eine umfassende Renovation in den späten Jahren des 20. Jahrhunderts diente zum größten Teil der Erhaltung und Verstärkung der baulichen Substanz, aber auch der Restauration sämtlicher Figuren, der Altäre, der Kreuze, der Bilder und der Renaissance-Kanzel mit den 4 Kirchenlehrern.


 
Die Gemeinde hat durch die Neugestaltung des Kirchenraumes die Entwicklung neuer Gottesdienstformen gefördert und sucht auch in der Verkündung immer wieder neue Wege. Senfkorngottesdienste und Konzertprojekte des Jugendchores „Rückenwind“ oder der Gesangsgruppe „Adonai“ möchten auf zeigemäße Weise den christlichen Glauben weitertragen.
So ist in den letzten Jahren ein heller, freundlicher und
Gemeinschaft fördernder Feierraum entstanden, ohne die historische Innenraumgestaltung oder den Charakter des Kirchenbaus zu zerstören. Der Altar wurde in die Mitte der Gemeinde geholt, um den sich nun halbkreisförmig die feiernde Gemeinde versammelt.
 
Zu einem Ort der Begegnung wurde aber auch der Kirchplatz umgewandelt, der ohne die 72-Stunden- Aktionen des BDKJ durch Jugendliche und junge Erwachsene mit breiter Unterstützung der Warmbacher Bevölkerung nicht seine heutige Form gefunden hätte.
Somit nimmt die kleine Kirche St. Gallus nicht nur aufgrund ihrer Entstehung und Veränderungen, sondern durch ihren Ausdruck als Ort der gemeinschaftlichen Begegnung einen ganz besonderen Platz in der Reihe der Rheinfelder Kirchen ein.
 
 

St. Gallus Kirche, Rheinfelden-Warmbach